Es ist zwar nicht so wie mit Österreich, wo jeder beim Namen des Landes schon an klassische Musik denkt, aber wer kennt nicht Namen wie Bach, Beethoven, Brahms, Händel, Mendelsohn oder Wagner? Bei Mozart beispielweise wird gern gestritten: Viele Österreicher sehen ihn als Österreicher, Deutsche gern als Deutschen. Nun, er war wohl Salzburger, denn die Länder gab es zu seiner Zeit beide noch nicht. Bei derart vielen bekannten Komponisten bleibt es natürlich auch nicht aus, dass es in Deutschland, übers Jahr verteilt, eine ganze Reihe bekannter klassischer Musik-Festivals gibt.

Bayreuther Festspiele – der Klassiker schlechthin

Ganz nach Wunsch von Richard Wagner selbst: Weit weg vom Rummel der großen Städte und ausschließlich seine Werke, so werden seit 1876 die „Bayreuther Festspiele“ aufgeführt. „Lohengrin“, „Parsifal“, „Tristan und Isolde“, „Die Meistersinger von Nürnberg“, „Der fliegende Holländer“ und „Die Walküre“ meist in der Zeit von Ende Juli bis Ende August. Ein Muss für jeden wahren Wagner-Fan.

Was Festivals im Namen berühmter Komponisten angeht, wären in jedem Fall auch das „Bachfest“ in Leipzig und das „Beethovenfest“ in Bonn als Highlights der deutschen Klassik-Festivals zu erwähnen.

Das Festival im hohen NordenImage result for Das Festival im hohen Norden

Weniger spektakulär wegen eines einzelnen Komponisten, dafür aber bekannt für seinen Dirigenten in den ersten Jahren des Bestehens ist das Musik Festival in Schleswig-Holstein, auf dem in den ersten Jahren kein Geringerer als Leonard Bernstein dirigierte. Das Festival findet in einer sehr ländlichen und beschaulichen Gegend statt, teilweise sogar in Scheunen, was sicherlich nicht nur den Gästen, sondern auch den aktiven Musikern zusagt, da Natur und Klassik einfach sehr gut harmonieren.

Von elektrischen zu musikalischen Spannungen

Ein ebenso außergewöhnliches wie erstklassiges Musik-Festival findet einmal jährlich im Kraftwerk Heimbach statt, das in der Eifel im Süden von Köln liegt. Das alte E-Kraftwerk, das eher wie eine Kirche aussieht, wird dafür eine Woche stillgelegt und in ein Konzerthaus umgewandelt. „Die Freunde von Lars“ nennen sich die aktiven Musiker nach dem Gründer und technischen Leiter „Lars Vogt“. Wohl eines der ausgefallensten Klassik-Festivals Deutschlands.